Studienfahrt nach Wien
Sonntag, 13. September – Die Anreise
Unsere Studienreise nach Wien begann am Sonntag, dem 13. September. Gemeinsam mit Herrn Zeunert und Frau Maqué fuhren wir zunächst mit dem Regionalexpress von Stralsund nach Hamburg. In Hamburg stiegen wir anschließend in einen Nachtzug der ÖBB um, der uns direkt nach Wien bringen sollte. Da die Fahrt über Nacht ging, verbrachten wir den größten Teil der Nacht im Zug und schliefen. Viel Programm gab es an diesem Tag also noch nicht – unsere eigentliche Zeit in Wien sollte erst am nächsten Morgen beginnen.
Montag, 14. September – Ankunft in Wien und erste Erkundungen
Am Montag, dem 14. September, kamen wir gegen 10:30 Uhr in Wien an. Nachdem wir den Zug verlassen hatten, machten wir uns zunächst auf den Weg zu unserer Unterkunft, dem A&O Wien Stadthalle. Dort konnten wir unser Gepäck unterbringen und uns etwas von der langen Anreise erholen. Danach begann unser erstes Programm in Wien. Wir besichtigten den Stephansdom, eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Dabei konnten wir sowohl das beeindruckende Innere als auch die Außenfassade des Doms kennenlernen. Anschließend besuchten wir das Jüdische Museum Wien. Dort erfuhren wir viel über die Geschichte und das Leben der jüdischen Bevölkerung in Wien. Der Besuch war interessant, weil wir dadurch nicht nur die berühmten Sehenswürdigkeiten der Stadt kennenlernten, sondern uns auch mit wichtigen Teilen der Geschichte Wiens auseinandersetzten. Nach dem gemeinsamen Programm hatten wir noch Freizeit. Diese konnten wir nutzen, um die Innenstadt selbstständig zu erkunden und erste Eindrücke von Wien zu sammeln.
Dienstag, 15. September – Führung durch den ersten Bezirk und die Albertina
Am Dienstag, dem 15. September, waren wir wieder in der Innenstadt von Wien unterwegs. An diesem Tag stand eine Führung durch den ersten Bezirk, die sogenannte Innere Stadt, auf dem Programm. Dabei erfuhren wir viel über die Geschichte Wiens und konnten zahlreiche bekannte Orte und Gebäude sehen. Unsere Führung führte unter anderem über den Stephansplatz und den Graben. Dort konnten wir beispielsweise die Pestsäule sehen. Weiter ging es über den Kohlmarkt in Richtung Michaelerplatz und zur Hofburg. Auch der Heldenplatz und das Äußere Burgtor gehören zu den bedeutenden historischen Orten in diesem Bereich Wiens. Ein weiterer interessanter Punkt war das Bundeskanzleramt am Ballhausplatz. Dort befindet sich der Amtssitz des österreichischen Bundeskanzlers. Auch zur Geschichte dieses Ortes erfuhren wir einiges. Der Ballhausplatz spielte beispielsweise schon während des Wiener Kongresses eine wichtige Rolle.
Nach der Führung besuchten wir noch die Albertina. Dort konnten wir verschiedene Kunstwerke sehen und unter anderem den berühmten „Hasen“ von Albrecht Dürer betrachten. Der Besuch war für uns besonders interessant, weil wir die Albertina unabhängig von der vorherigen Stadtführung besichtigten. Danach hatten wir wieder Freizeit. Wir konnten selbstständig durch Wien gehen und uns etwas zum Abendessen kaufen. Anschließend hatten wir noch Zeit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden.
Mittwoch, 16. September – Schloss Schönbrunn und Abendprogramm
Am Mittwoch, dem 16. September, besuchten wir Schloss Schönbrunn. Dort bekamen wir einen Audioguide und konnten die Räume des Schlosses besichtigen. Dabei erfuhren wir viel über das frühere Leben am kaiserlichen Hof und darüber, wie die Menschen damals gelebt haben. Anschließend gingen wir durch den Schlosspark. Besonders beeindruckend war die Gloriette, von der aus man einen schönen Überblick über Wien hatte. Nach dem umfangreichen Programm in Schönbrunn hatten wir wieder etwas Freizeit.
Am Abend teilte sich unsere Gruppe auf. Ein Teil der Gruppe ging ins Theater und sah dort eine Schauspielaufführung. Die andere Gruppe fuhr zum Prater, dem bekannten Wiener Freizeitpark. So konnten wir den Abend unterschiedlich verbringen und nach dem Tag in Schönbrunn noch etwas Freizeit genießen.
Donnerstag, 17. September – Naschmarkt, Geschichte und Secession
Am Donnerstag, dem 17. September, besuchten wir zunächst den Naschmarkt. Dort konnten wir die verschiedenen Stände und das vielfältige Angebot kennenlernen. Anschließend machten wir uns wieder auf den Weg in Richtung Innenstadt. Wir besuchten den Bereich rund um das österreichische Parlament, gingen dort aber nicht hinein. Stattdessen schauten wir uns das Gebäude von außen an und erfuhren mehr über seine Geschichte. Außerdem waren wir auf dem Heldenplatz. Dort wurde uns auch die Geschichte des Ortes während der Zeit des Nationalsozialismus erklärt. Besonders bekannt ist, dass Adolf Hitler dort am 15. März 1938 den sogenannten „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich verkündete. Danach besuchten wir noch die Wiener Secession. Dort konnten wir verschiedene Ausstellungen anschauen, die teilweise sehr außergewöhnlich und inspirierend waren. Der Besuch bot uns noch einmal eine andere Sicht auf die Kunst und Kultur Wiens.
Am Abend hieß es schließlich Abschied nehmen. Wir stiegen wieder in den ÖBB-Zug Richtung Hamburg und traten unsere Rückreise an.
Freitag, 18. September – Rückfahrt nach Stralsund
Am Freitag, dem 18. September, kamen wir gegen 9:00 Uhr in Hamburg an. Dort stiegen wir wieder in den Regionalexpress nach Stralsund um. Damit ging unsere Studienreise nach Wien zu Ende.
In den vergangenen Tagen hatten wir viele verschiedene Seiten der Stadt kennengelernt. Neben berühmten Sehenswürdigkeiten wie dem Stephansdom und Schloss Schönbrunn beschäftigten wir uns auch mit der Geschichte Wiens, der Kunst, der Politik und den dunkleren Kapiteln der österreichischen Vergangenheit. Durch die Mischung aus gemeinsamen Führungen, Museumsbesuchen und Freizeit konnten wir Wien nicht nur als Touristinnen und Touristen kennenlernen, sondern auch selbstständig Erfahrungen in der Stadt sammeln. Insgesamt war die Studienreise eine abwechslungsreiche und interessante Erfahrung, an die wir uns sicherlich noch lange erinnern werden.